Whisky Tasting

Wie trinke ich einen Whisky?
Diese Frage stellt sich häufig bei einem Whisky Tasting oder auch generell.
Die Antwort ist eigentlich einfach: So, wie man ihn selbst gerne mag.
Bei einem Whisky Tasting gibt es kein richtig oder falsch. Der eine mag Eis im Whisky, der andere lässt es bewusst weg. Ob Fassstärke oder runtergedrillt mit Wasser, hier sind dem Geschmack keine Grenzen gesetzt.
Jeder der einem vorschreibt wie man ein Whisky trinken muss nimmt einem eigentlich schon den Spaß an dem Whisky Tasting. Jedoch kann es in einem Tasting Tipps geben, wodurch man viele Facetten vom Whisky kennen lernen kann.
Ansonsten sollte man es einfach ausprobieren und seinen eigenen richtigen Weg finden. Für alle, die ein paar Tipps haben möchten oder vergleichen wollen sind hier ein paar aufgelistet.

Whisky Tasting Tipps

1. Den Whisky am besten in ein Nosing Glas einschenken.
2. Manchmal ist es ratsam einen Whisky auch ruhig mal etwas stehen zu lassen, damit er „atmen“ kann. So, wie es auch die Weinkenner häufig befolgen
3. Die Farbe kann sehr gut angeguckt werden, wenn man das Glas vor ein weißes Stück Papier hält.
4. Den Whisky im Glas schwenken. Dabei löst sich ein Teil der Flüssigkeit etwas schwerer und läuft recht ölig wieder herunter. Hierbei kann man erahnen, wie der Alkoholgehalt ist
5. Jetzt kommt die Nase ins Spiel. Versuche den Geruch des Whiskys aufzunehmen und schau woran er dich erinnert. Es kann manchmal helfen, wenn der Mund leicht geöffnet ist beim riechen.
6. Danach darf man sich endlich den ersten Schluck genehmigen. Aber nicht zu hastig. Behalte ihn einen Augenblick im Mund und lass ihn auf deiner Zunge hin und herwandern. Dadurch differenziert man einige Geschmacksrichtung, wie süß oder salzig. Genießer schließen auch gerne mal die Augen. Probier es auch aus, vielleicht wird bei dir die Vorstellungskraft auch größer und du erkennst Früchte oder Nüsse, die im Verborgenen schlummern und das Whisky Tasting noch interessanter machen.
7. Nachdem man den Whisky auf der Zunge herumtanzen hat lassen, sollte man ihn jetzt runterschlucken und ein Augenmerk auf das Finish werfen das sich ergibt. Ist es lang anhalten oder nur von kurzer Dauer. Werden andere Geschmäcke bemerkbar?
8. Ein zweiter Schluck sollte folgen, der mit dem ersten verglichen wird. Hat sich was verändert? Was ist gleich geblieben? Gibt es was neues auffälliges?
9. Ob man Wasser im Whisky mag oder nicht, man sollte mit einer Pipette mal ein kleinen Schuss Wasser in den Whisky geben. Warum?… denken sich jetzt bestimmt viele. Hierbei werden Nuancen vom Whisky frei, die man sonst gar nicht bemerkt hätte. Bei dem Schluck mit dem Wasser bemerkt man eine Veränderung des Whiskys. Jetzt sollte man sich die Frage stellen, ob es jetzt besser geworden ist, oder ob er vorher besser war. Ein Whisky Tasting ist halt ein Prozess, wo man rausfinden kann, unter welchen Umständen einem der Whisky am besten schmeckt.
Bei Whisky mit Fassstärke kann es natürlich auch mehr Wasser sein. Es sollte so viel sein, wie man ihn am liebsten trinkt und wo er für einen nicht mehr im Mund brennt oder unangenehm ist.

Natürlich kann und sollte man immer zwischendurch mal wieder am Whisky riechen oder die Farbe vergleichen. Nicht erschrecken, wenn man Wasser hinzugibt. Bei einigen Whisky, die „Unchillfiltered“ also keine Kaltfiltrierung hinter sich haben wird der Whisky etwas trüber (cloudy). Das ist völlig normal und nicht schlimm. Bei Whiskys die nach der Fassreifung kaltfiltriert wurden (chill filtering), tritt dieser Effekt nicht auf.

Whisky Tasting Kit

Whisky Tasting Kit

Whisky Tasting Kit

1 guten Whisky
1 Nosing Glas
1 Pipette
1 Krug mit Wasser

Das wichtigste zum Schluß!

Ich kann mich noch an ein Tasting erinnern von einem der wirklich viel Ahnung von Whisky hatte und auch schon einige probiert hatte. Dieser Gastgeber hat auch nochmal unterstrichen, wie wichtig es ist, dass niemand einem etwas vorgibt, sondern jeder herausfinden soll was das für ein Whisky ist, bzw. wie er einem selbst schmeckt. Er arbeitet in einem Warehouse und kennt auch den Prozess und das Whisky Tasting direkt aus dem Fass und kann herausfinden, wann er Fassreife erreicht hat.
Diesem Herr war selbst auch auf einem Tasting (auch da schon mit viel Erfahrung und einem Standing in der Szene) und hat ein Whisky angeboten bekommen der viele Auszeichnung erhalten hatte. Und was passierte? Der Whisky schmeckte ihm überhaupt nicht!
Daran sieht man, dass Tipps, Auszeichnung eine nette Sache sind, aber es geht nix über die eigene Erfahrung. Die ist am wichtigsten, denn einem selbst soll der Whisky schmecken!

Also dann, auf das nächste (eigene) Whisky Tasting.
Prost und slàinte mhath!

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